Die
Prepaid Kreditkarten sind noch relativ neu am Markt, im Vergleich zu den
anderen Kreditkartenvarianten, und zeichnen sich in erster Linie durch zwei
Vorteile aus, haben aber auch zumindest einen Nachteil aus Sicht von einigen
Kunden. Neben diesen Vor- und Nachteilen ist es von den Gebühren her so,
dass gerade Prepaid Kreditkarten in Zusammenhang mit einem Girokonto
kostenlos angeboten werden, also ohne Jahresgebühr und mitunter auch
kostenlos im Hinblick auf weltweite Bargeldverfügungen. Die beiden Vorteile
der Prepaid Kreditkarten sind zum einen, dass nur über bestehendes Guthaben
verfügt werden kann und man somit nicht die Übersicht und die „Kontrolle“
über Ausgaben mittels der Kreditkarte verlieren kann. Zum anderen ist auch
das Risiko des Missbrauchs eben nur auf das Guthaben begrenzt. Der Nachteil
ist für einige Kunden, dass man eben nur über Guthaben verfügen kann und die
finanzielle Flexibilität dadurch eingeschränkt wird, besonders dann, wenn
man in „Notfällen“ einmal schnell Geld benötigt. Nutzen kann die Prepaid
Kreditkarten ansonsten jeder Kunde, da für den Emittenten kein Kreditrisiko
besteht.
Im Bereich der Prepaid Kreditkarten gibt es viele Angebote, die man im
Hinblick auf die Gebühren genau vergleichen sollte. Dazu zählen zum Beispiel
auch die MasterCard Prepaid von Wüstenrot, die MyPrepaid MasterCard
Kreditkarte und die VISA Kreditkarte der Landesbank Berlin (LBB). Die von
Wüstenrot angebotene Prepaid
Kreditkarte in Form der MasterCard beinhaltet den Wegfall der
Jahresgebühr, ist allerdings nur in Verbindung mit einem Girokonto
bei Wüstenrot zu erhalten. Das Bargeld verfügen ist auch nicht weltweit
kostenlos, sondern für Verfügungen am Geldautomaten mittels der MasterCard
Prepaid von Wüstenrot werden jeweils nur 99 Cent berechnet, sogar im Inland.
Beim Anbieter MyPrepaid kosten die
Kreditkarte, die es in zwei „Varianten“ gibt, zunächst einmal als so
genannte virtuelle Kreditkarte 28 Euro im Jahr. Möchte man zudem noch eine
Plastikkarte in „körperlicher“ Form haben, kommen nochmals 15 Euro hinzu.
Allerdings ist besonders zu erwähnen, dass in der Jahresgebühr auch die
Kosten für Auslandsverfügungen schon integriert sind. Im Gegensatz zu den
meisten anderen Kreditkarten wird also auch bei der bargeldlosen Verfügung
außerhalb des Euro-Raumes (Währungsumrechnung) keine zusätzliche Gebühr
verlangt. Eine Abhebung von Bargeld ist allerdings nicht möglich. Die
Prepaid Kreditkarte der LBB kostet
sogar 39 Euro im Jahr. Auch Bargeldauszahlungen sind nicht kostenfrei,
sondern es fallen im Inland 2,50 Euro an und im Ausland ein Prozent des
Umsatzwertes, wenn die Auszahlung nicht in Euro erfolgt, Auszahlungen im
Ausland in Euro sind jedoch gebührenfrei.
Fazit: Im Vergleich zu den „normalen“ Kreditkarten sind die
Prepaid-Kreditkarten, wie an den vorherigen Beispielen gesehen, nicht selten
deutlich teurer. Im Vergleich der drei dargestellten Kreditkarten schneidet
die MyPrepaid MasterCard von Wüstenrot hinsichtlich der Gebühren noch
deutlich am besten ab, da keine Jahresgebühr anfällt und für
Bargeldverfügungen nur 99 Cent berechnet werden. Die MyPrepaid Kreditkarte
lohnt sich aus Gebührensicht nur dann, wenn man sehr oft im Ausland
bargeldlos verfügen möchte, weil dann keine separaten Kosten mehr anfallen.
Die Prepaid Kreditkarte der LBB ist hingegen schlichtweg einfach zu teuer
und man findet in diesem Bereich (Prepaid Kreditkarte) eine ganze Reihe von
günstigeren Angeboten.
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